Spam lastet Systeme aus. Spam kostet Geld. Spam verursacht Sicherheitslücken und Spam nervt. Um wieder Herr über die Spamflut zu werden gibt es auf Seiten von Linux viele Möglichkeiten diesen zu bekämpfen.
Checksummen
Von eingehenden Mails werden Checksumme gebildet und diese mit einer HASH-Datenbank verglichen. Ist die Checksumme der Mail gleich mit einem Eintrag aus der HASH-Datenbank, ist die E-Mail Spam.
Tool:
DCC
Open Relay Checks
Tools überprüfen ob die Gegenstelle ein offenes Relay ist, also von Spamern möglicherweise zum Versenden von Spams genutzt wird. Diese Prüfung generiert aber häufiger False-Positives, also fälschlicherweise als Spam erkannte Mails, da über den als Open Relay erkannten Server auch korrekte Mails versendet werden können.
Blacklisten:
ORDB (im Moment wohl down)
Sorbs
DSBL
RBL checks
Der sendende Mailserver wird anhand seines Hostnames oder seiner IP per DNS an Checklisten aufgelöst, falls diese einen bestimmten Wert z.B. 127.0.0.1 zurückgeben handelt es sich um eine Spam.
Wikipedia Blacklistenvergleich
Bayesian Filter
Die Mail muss ein Prüfverfahren durchlaufen, in dem die verwendeten Wörter im Betreff und Body mit Pattern in einer Datenbank verglichen werden. Hierbei kommt eine Wahrscheinlichkeitsprüfung zum Einsatz, die bestimmten Pattern Punkte zuordnet. Bei erreichen einer bestimmten Punktzahl handelt es sich um eine Spam.
Tools:
Spamassassin
SpamBayes
Signaturen
Anhand von bestimmten Signaturen innerhalb einer E-Mail wird bestimmt ob es sich um eine Spam handelt oder nicht. Signaturen sind dabei bestimmte Wörter oder Wortfolgen.
Tools:
Razor
Pyzor
Antivirus
Mails werden auf Viren gescannt. Bei einem Fund handelt es sich um eine Spam.
Tools:
ClamAV
An die RFCs halten
Alle Server die sicht nicht an in RFC definierten Vorgaben halten, werden nicht zugelassen.
Das Betrifft:
- helo/ehlo nach dem Konnektieren
- FQDN Hostname im helo/ehlo
- FQDN Absender und Empfänger z.B. max@mustermann.de
- Keine Bearbeitung von Empfänger Domains, für die der Mailserver nicht zuständig ist
Reverse Lookup
Sender, die nicht korrekt reverse Auflösbar sind, werden nicht zugelassen.
Der Reverse Lookup, wird auf den Hostnamen des sendenen Servers und den MX-Record der Absenderdomäne angewand. Sind es nicht die gleichen IP-Adressen wird das Zustellen der Mail untersagt.
Grey Listing
Beim Grey Listing wird der erste Zustellversuch einer E-Mail mit einer temporären Fehlermeldung untersagt, so dass der sendene Server bei korrekter Konfiguration zu einem späteren Zeitpunkt die Zustellung wiederholt. Man geht davon aus, dass Spammer keinen weiteren Zustellversuch unternehmen.
Tools:
Postgrey
Policyd
Die angegebenen Verfahren sind z.B. in Postfix problemlos implementierbar.
Weitere Infos gibt es in der PDF im Anhang zum Thema "SPAM and Anti-Spam".